TID mit John und Lemmi ...
nach getaner Tat.

Nach langer Vorbereitung war es endlich soweit. John und ich starteten am 23.06.2013 die Donautour TID von Ingolstadt bis zum Schwarzen Meer.

Ca. 150 Kanuten und Ruderer fuhren von Ingolstadt unterschiedliche Etappen. 28 Fahrer, darunter John und ich, befuhren die gesamte Strecke von 2455 km.

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Das Wetter war in der ersten Woche durchwachsen mit allen Arten von Regen. Einige Zeltplätze waren durch das Jahrhunderthochwasser teilweise mit Schlamm bedeckt, der durch den Regen fast flüssig war.

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Die ersten km durch Deutschland führten uns vorbei am Kloster Weltenburg in den nachfolgenden Donaudurchbruch. Nach mehreren Schleusen fuhren wir durch Regensburg, vorbei an der Walhalla, passierten Straubing und die Dreiflüssestadt Passau, wo Inn und Iltz in die Donau münden.

067Nach Jochenstein erreichten wir Österreich.
Das Wetter wurde immer besser und wir paddelten bei blauem Himmel und Temperaturen um die 30 °C durch diese wunderschöne Landschaft. In Ybbs trafen wir unseren Paddelfreund Rolf, den wir im Frühjahr auf einer Werratour kennenlernten, der uns in den nächsten Wochen mit seiner Frau auf der Donau begleitete. Besonders möchte ich die Schönheit der Wachau mit ihren Burgen und Schlössern erwähnen.

In Wien zelteten wir auf einer Donauinsel, wo wir von Mücken 013fast aufgefressen wurden. Wir nutzten den Ruhetag, um uns die Stadt Wien mit dem Stephansdom und dem Prater anzusehen.Weiter ging´s durch die Slowakei nach Bratislava, wo wir den nächsten Ruhetag einlegten und uns die Stadt anschauten.

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Die Slowakei war schnell durchquert und wir erreichten den Balkan mit den Ländern Ungarn, (hier passieren wir das Parlament in Budapest) Kroatien, Serbien Bulgarien und Rumänien.

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Die Verpflegung im Balkan war ausreichend. Es gab leckere Salate, Kebab und die berühmte Gulasch-, Fisch- und Bohnensuppe die überwiegend mit Donauwasser gekocht wurde.

 

Die Toilettenanlagen waren sehr rustikal von der Dixitoilette bis zum Stehclo in allen Variationen. Gewaschen und geduscht wurde im Freien mit kaltem Wasser, was bei der Hitze eher angenehm war.

029Wir sahen eine einzigartige Vogelwelt. Störche verschiedene Arten von Reihern (Silberreiher Löffelreiher Diamantreiher) Pelikane und Seeadler, die man beim vorsichtigen heranpaddeln beobachten und fotografieren konnte. Eine tolle Natur, die uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt.

 

045Die Menschen sind sehr freundlich. Wir kamen schnell mit ihnen in Kontakt obwohl wir ihre Sprache nicht verstanden. In einigen Orten wurden für uns Dorffeste abgehalten, wo mit reichlich Wein und anderen Sachen gefeiert wurde. Folkloretänze wurden aufgeführt und einmal wurden wir alle vom Dorfpfarrer gesegnet, der uns eine gute Weiterfahrt wünschte.

Das Medieninteresse war groß. Es wurden öfter Berichte in den Tageszeitungen und im Fernsehen gezeigt.Die TID ging über zehn Wochen. Die Eindrücke die wir mit nach Hause nahmen sind einmalig. Wir lernten viele nette Paddler kennen mit denen wir zusammen fuhren und abends am Zelt saßen. Eine tolle Zeit.

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Die Krönung war dann die Einfahrt zum Schwarzen Meer. " Geschafft "

Autor: Bernd Lehmkuhl

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