Ardeche 2008

Wir (Irene, Janosch und ich) haben uns Mitte April aufgemacht, um Südfrankreich in der Gegend der Ardeche unsicher zu machen und dort unseren Urlaub zu verbringen. Nachdem wir die doch arg lästige Anreise fast hinter uns gebracht hatten, meinte mein Navigationsgerät...(im folgenden einfach Rita genannt)....also Rita meinte, uns die Gegend etwas näher zu bringen, und eine Abkürzung zu nehmen...die Strassen wurden wurden dann doch etwas arg eng für den Wohnwagen und gottseidank kam uns nachts um 2 Uhr auch niemand entgegen...aber nach unzähligen Kurven und noch mehr Schweißausbrüchen hatten wir es dann doch geschafft. Die Überraschung am nächsten Morgen war groß...waren wir doch die einzigen Gäste auf unserem schnuckeligen kleinen Campingplatz an der Mündung der l'Ibie in die Ardeche. Und das sollte sich bis zum Ende der 1.Woche auch nicht ändern.

Leider hatte die Ardeche recht wenig Wasser. Dieses kleine Problem wurde jedoch durch 2 Tage Dauerregen incl. Gewitter und Sturm gelöst. Natürlich ließen wir die Regenzeit nicht ungenutzt verstreichen, sondern nutzten diese, um die Gegend zu erkunden und mehrere Grotten zu besichtigen. Auch das Lavendelmuseum in St.Remeze war uns einen Besuch wert. Und auch ein Wandertour im Bois du Paiolive,einem Steinwald hoch über den Schluchten des Chazzesac war dabei.

Am nächsten Morgen bin ich die la Beaume über die Ardeche bis zum Campingplatz gepaddelt. Die Bootsrutschen waren durch das jetzige Hochwasser der Ardeche unsichtbar und unfahrbar. Zeitiges Anlanden und Umtragen war angesagt. Mein Alleingang war im nachhinein vielleicht doch etwas leichtsinnig.
Wie gut, daß ich beim morgendlichen gasseln mit unserem Hund einen anderen Paddler vom Nachbarplatz traf. Und da Paddler immer hordenweise auftreten, war er auch nicht alleine. Klar das wir uns dann direkt verabredet haben. Unter fachkundiger Anleitung von Georg und Steffi war dann auch die l'Ibie kein Problem ..dieser normalerweise feuchte Waldweg bot auf einmal herrliches Wildwasser. Ihnen habe ich auch herrliche Touren auf der oberen Ardeche und dem Chazzesac zu verdanken. Zwei neue Freunde, wo wir den Kontakt garantiert nicht abreissen lassen.
Auch die große Ardeche-Schlucht durfte natürlich nicht fehlen. Klein Janosch vorne im 2er. Die Dusche durch den Wellengang am Pont d'arc- Schwall hat ihm allerdings gar nicht gefallen...mir auch nicht...es galt, 50 l Wasser aus dem Boot zu befördern..Durch den hohen Wasserstand waren fast alle sonstigen Schwierigkeiten aber überspült. Und ein großes Eis am Ende der Fahrt war der krönende Abschluß. Insgesamt eine traumhafte Tour bei strahlendem Sonnenschein.
Nach so viel Paddelei war mal wieder eine Wandertour angesagt. Es ging wieder zum Bois du Paiolive. Diesmal die kleine Tour durchs Felsenlabyrinth. Nur 1,5 km...die hatten es allerdings in sich. Mehr Klettertour als Wandern. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

Am nächsten Morgen sind wir ins Zentralmassiv zum "Parc du Chien du Nordique" gefahren. Ein privater Hundepark mit nordischen Rassen..unter anderem Huskies, Samujeis und Malamuts. Die Hunde waren allesamt sehr zutraulich..jedoch wird einem doch etwas anders, wenn die Hunde anfangen sich gegenseitig anzuknurren, um die Rangordnung zu behaupten...immerhin waren ca.30 Hunde um uns herum und Herrchen irgendwo in der Botanik 150m weit weg von uns. Da geht man dann doch freiwillig einen klitzekleinen Schritt zur Seite und lässt es die Hunde unter sich ausmachen. 
Auf dem Rückweg haben wir es gemütlich angehen lassen, und haben kleine Straßen und Sträßchen genommen, nicht immer den Anweisungen Rita's folgend. Und so kam es wie es kommen musste...die kleinen Forstwege endeten im Nirgends. Wie war das nochmal? Thorsten verfährt sich auch mit Navi.

Am nächsten Tag war Abreise angesagt. Der geplante Umweg über Freiburg führte uns schnurstracks vor die Tore des Europapark Rust, wo wir übernachteten und darauffolgend einen schönen Tag auf Achterbahnen, Geisterbahnen, Wildwasserbahnen und abends auf der Autobahn in Richtung Heimat verlebten. 
Ardeche, wir kommen wieder !
Thorsten

 

 

Autor: Thorsten Ellwart